Haus Elisabeth, Dillenburg

Gemeinsam wird gesponnen: v. l. (vorne) Willfried Orth, Erika Mäcker, Tanja Ewertz, Hildegard Horn

Die "spinnen", die Senioren

Die Hinterländer Spinnstube gewährte Einblicke in die alte Kunst des Spinnens.


Auch in diesem Jahr veranstaltete das Haus Elisabeth das traditionelle Frühlingsfest für Bewohner und Gäste. Für musikalische und künstlerische Unterhaltung sorgten dabei die Mitglieder der Hinterländer Spinnstube aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf.

Die Gruppe um Willfried Orth, Sprecher der Hinterländer Spinnstube, gewährten interessante Einblicke in das alte Handwerk des Spinnens. Anhand von altertümlichen Spinnrädern wurde in die Kunst und die Geschichte des Spinnens eingeführt. Unter anderem berichtete Orth von der hohen Bedeutung, die Spinnstuben für das täglich und dörfliche Leben bis in die 50er Jahre hatte. „Die Spinnstuben wurden als Begegnungsort innerhalb eines Dorfes und nicht zuletzt als Hochzeitsbörse genutzt“, erklärt Orth. „Seit den letzten Jahren nimmt das Interesse an den Spinnstuben, insbesondere auch bei der jüngeren Generation wieder zu“, so Orth weiter.

Mit Gedichten, Liedern und Geschichten aus vergangenen Jahrzenten führten die Mitglieder der Hinterländer Spinnstube in ihrer traditionellen Tracht durch den Nachmittag. Fleißig gesponnen wurde selbstverständlich auch – echte Schafswolle auf alten Spinnrädern. Bewohner und Gäste hatten die Möglichkeit, sich einmal selbst an ein Spinnrad zu setzen und Wolle zu spinnen.

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