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04.02.2026

Grundstein für das Elisabeth-Hospiz gelegt

Trotz winterlicher Kälte kamen viele Menschen zusammen, um einen besonderen Meilenstein zu feiern: die Grundsteinlegung für das künftige Elisabeth-Hospiz in Dillenburg. Gemeinsam wurde der Beginn eines Ortes begangen, an dem Menschlichkeit, Würde und Begleitung im Mittelpunkt stehen. Die Eröffnung ist für Herbst 2027 geplant.

(v. l.): Sängerin und Liedermacherin Jördis Tielsch, ZDF-"WISO"-Moderator Marcus Niehaves, die zukünftige Hospizleiterin Katharina Launhardt und Peter Bittermann, Geschäftsführer des Haus Elisabeth, deponieren die Zeitkapsel im Grundstein.

Unter den Gästen waren Architekten, Planer und Handwerker ebenso wie Vertreter des Bistums Limburg, des Diözesancaritasverbandes Limburg, der Josefs-Gesellschaft, der Kirchengemeinden, der Stadt und des Landkreises, der Fördervereine sowie Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitende des Seniorenheims Haus Elisabeth.

Auch die Schirmherren des Elisabeth-Hospizes wirkten an der Feier mit: die Sängerin und Liedermacherin Jördis Tielsch und der ZDF-WISO-Moderator Marcus Niehaves. Der dritte Schirmherr, der frühere hessische Ministerpräsident Dr. Volker Bouffier, konnte nicht teilnehmen und ließ herzliche Grüße ausrichten.

Die Feier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, gestaltet von Mechthild Neuendorff, Seelsorgerin der Josefs-Gesellschaft, gemeinsam mit Maria Horsel, Regionalleiterin des Bistums Limburg, und Pfarrerin Birgit Knöbel-de Felice von der evangelischen Kirchengemeinde. Für besondere musikalische Momente sorgte Jördis Tielsch mit Liedern zur Gitarre sowie einem Instrumentalstück auf der Violine.

Ein Ort, an dem Zeit wertvoll ist

Peter Bittermann, Geschäftsführer des Haus Elisabeth, begrüßte die Gäste und führte durch die Feier. Er erläuterte die Symbole der Grundsteinlegung – vom Gottesdienst über die kupferne Zeitkapsel bis hin zu den Hammerschlägen auf den Grundstein. Sie stehen für Gebete und gute Wünsche: für einen gelingenden Bau und dafür, dass das Hospiz ein Ort wird, der den Menschen in würdiger Weise dient.

Für den Vorstand der Josefs-Gesellschaft betonte Andreas Rieß, dass Beton und Stahl nur die äußere Hülle seien. Entscheidend seien Haltung, Engagement und Verantwortung. Das Elisabeth-Hospiz werde ein Ort sein, an dem nicht gefragt werde, wie viel Zeit bleibt, sondern an dem diese Zeit als wertvoll erlebt wird.

Auch die Kreisbeigeordnete Dr. Rebekka Neuburger-Hees hob hervor, wie wichtig es sei, einen Ort zu schaffen, an dem die Würde des Menschen – ganz im Sinne des Grundgesetzes – im Mittelpunkt steht.

Architekt Mathias Müller stellte das Raumkonzept des künftigen Hospizes vor: Gemeinschaftsräume fördern Begegnung, private Appartements ermöglichen Rückzug. Ein „Raum der Stille“ wird Raum für Gebet und Besinnung bieten – für Gäste ebenso wie für Angehörige.

Ein starkes Zeichen der Unterstützung kam aus der Region: Der Förderverein Hospiz Herborn-Dillenburg e. V. und der Hospiz Förderverein Lahn-Dill e. V. spendeten gemeinsam 45.000 Euro für das Elisabeth-Hospiz. Der Vorsitzende des Fördervereins Hospiz Herborn-Dillenburg e. V., Hartmut Uebach, erinnerte dabei an die lange Entwicklung der Hospizarbeit im Lahn-Dill-Kreis.

Zeitkapsel und gute Wünsche

Nach der Verlesung der Grundsteinurkunde wurde eine kupferne Zeitkapsel mit Zeugnissen unserer Zeit gefüllt: der Urkunde selbst, der aktuellen Dill-Zeitung, Ausgaben des Elisabeth-Kuriers, der JG-Publik und des Pfarrbriefs, einem Satz Euro-Kursmünzen sowie den Bauplänen. Gemeinsam legten Jördis Tielsch, Marcus Niehaves, Katharina Launhardt und Peter Bittermann die Zeitkapsel in den Grundstein.

Drei symbolische Hammerschläge – ausgeführt von Architekt Mathias Müller, Bauleiter Stefan Thomas und Katharina Launhardt für die Bauherrschaft – verbanden gute Wünsche für einen sicheren Bauverlauf und für alle Menschen, die hier künftig ein- und ausgehen werden.

Mit den Worten „Heute ist ein guter Tag für das künftige Elisabeth-Hospiz und das gesamte Haus Elisabeth“ schloss Peter Bittermann den offiziellen Teil der Feier. Im Anschluss sorgte die Küche des Haus Elisabeth mit heißem Erbseneintopf und Glühwein – auch alkoholfrei – für einen warmen, geselligen Ausklang.

Der Grundstein mit der Zeitkapsel wird später seinen dauerhaften Platz im Eingangsbereich des Erdgeschosses finden. Das Elisabeth-Hospiz wird 12 stationäre Plätze sowie 2 Tageshospizplätze bieten. Die Baukosten belaufen sich auf rund 7 Millionen Euro.

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