29.08.2025
Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung: 16 neue Ehrenamtliche verstärken die ambulante Hospizarbeit
Sterben gehört zum Leben – und niemand sollte diesen Weg allein gehen müssen. Genau hier setzt die Hospizarbeit an: Sie schenkt schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen Begleitung, Entlastung und Menschlichkeit in einer der schwierigsten Zeiten ihres Lebens.
Leisten einen großen Beitrag zu mehr Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft – die neuen ehrenamtlichen Hospizbegleiter (v. l) Marion Hilk, Erika Lauer, Melanie Gräf, Susanne Hermann-Hain, Raphaela Hampl, Matthias Schneider, Anneke Müller, Angelika Bartel, Anette Mackel, Kirsten Hecker, Leonie Sesuraj Gnanamani, Frieda Freischlad, Claudia Freischlad, Petra Schaaf, Margit Haffer, (es fehlt Gerhard Kunz) mit den Koordinatoren des Ambulanten Hospizdienst Lahn-Dill Christina Stopfer (l), Roland Penktner (r) sowie Peter Bittermann, Geschäftsführer der Haus Elisabeth Caritas Dillenburg gGmbH (3. v. l.).
Nun haben 16 neue ehrenamtliche Hospizbegleiter ihre Ausbildung abgeschlossen und verstärken ab sofort das Team der ambulanten Hospizarbeit. Sechs Monate lang haben sich die Teilnehmer intensiv vorbereitet – fachlich, persönlich und emotional.
Unter der Leitung der Koordinatoren des Ambulanten Hospizdienst Lahn-Dill Christina Stopfer und Roland Penktner, setzten sie sich mit Themen wie Sterben, Tod und Trauer, Kommunikation, Spiritualität und Palliativversorgung auseinander. Neben Wissen und Methoden stand auch Selbsterfahrung, Achtsamkeit und die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zum Sterben im Mittelpunkt.
„Die Hospizarbeit lebt vom Ehrenamt“, betonen die beiden Kursleitungen. „Ohne Menschen, die bereit sind, Zeit, Mitgefühl und Aufmerksamkeit zu schenken, wäre diese Form der Begleitung nicht möglich.“
Ein halbes Jahr Ausbildung – jetzt bereit für eine neue Aufgabe
Die frisch Ausgebildeten werden künftig in der ambulanten Hospizarbeit tätig sein – also bei Menschen zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Sie begleiten nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren Angehörige, die oftmals unter einer enormen emotionalen und organisatorischen Belastung stehen.
Zum feierlichen Abschluss der Ausbildung erhielten die Absolventen ihre Zertifikate und wurden offiziell ins Team der ambulanten Hospizarbeit aufgenommen. Bei einem kleinen Festakt würdigten die Koordinatoren sowie Peter Bittermann, Geschäftsführer des Haus Elisabeth in Dillenburg, das Engagement. „Es ist beeindruckend, mit welchem Ernst und welcher Offenheit sich die Teilnehmer dieser sensiblen Aufgabe genähert ha-ben“, betonte Bittermann.
Mit ihrem Einsatz setzen die Ehrenamtlichen ein starkes Zeichen von Solidarität: dafür, dass am Lebensende niemand allein bleiben muss – ein Beitrag zu mehr Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft.
Der nächste Ausbildungskurs startet voraussichtlich im Jahr 2026. Interessierte können sich schon jetzt unverbindlich informieren und anmelden.