Haus Elisabeth, Dillenburg

Kurze Verschnaufpause für einen kleinen Teil der Mitarbeiter, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz zum reibungslosen Ablauf des Tages beitrugen.

Evakuierung weckt Erinnerungen

Bewohner mussten aufgrund einer Bombenentschärfung evakuiert werden.


Im Dillenburger Ortsteil Niederscheld wurde bei Bauarbeiten eine 250 kg schwere Fliegerbombe gefunden. Um die Sicherheit der Bürger während der Entschärfung zu ge-währleisten, legte der Kampfmittelräumdienst einen Evakuierungsradius fest. Ca. 6000 Menschen waren von der Evakuierung betroffen.


Das Haus Elisabeth lag zwar nicht im Evakuierungsbereich, trotzdem mussten 48 Bewohner des Haus 2 sowie 37 Mieter aus 35 Wohnungen des Betreuten Wohnens (Haus 3) aus Sicherheitsgründen in das rückwärtige Gebäude (Haus 1) evakuiert werden. Die Evakuierung erfolgte durch das Personal des Hauses und verlief reibungslos, was letztendlich auch dem Verständnis, der Geduld und der Mithilfe von Bewohnern und Mietern zu verdanken war.


Bei vielen Bewohnern weckte die Evakuierung Erinnerungen – unschöne und traurige Erinnerungen. Sie erzählten von damals, als sie während der vielen Bombenangriffen im 2. Weltkrieg immer wieder in Keller flüchten mussten. Und auch davon, dass man leider auch im Keller nicht sicher war. „Es war der 13. Februar 1945 in Dresden“, erinnerte sich eine Bewohnerin. „Ich hatte Schutz im Keller eines Hauses gesucht. Draußen schlugen die ersten Bomben ein – und dann in das Haus. Es brach zusammen und begrub mich unter sich. Ich kann nicht sagen, wie lange ich bewusstlos dort lag. Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich auf Schutt, Geröll und Kohle liegend wieder.“
Geschichten wie diese, konnte man viele hören, während man auf  das Ende der Evakuierung wartete. Jedoch hörte man nirgendwo Worte der Sorge, dass bei der Entschärfung der Bombe etwas schief gehen könnte. Alle vertrauten hier den Fachleuten.


Während der Zeit der Evakuierung wurden Bewohner und Mieter vom Personal des Hauses im Neubau des Haus Elisabeth inklusive den Räumen der Kita St. Nikolaus betreut, außerdem waren auch Einsatzkräfte der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort.


Alle waren froh, als die Evakuierung nach mehreren Stunden aufgehoben wurde – froh, dass die Entschärfung der Bombe gelungen ist und froh, dass sie wieder in ihre Appartements bzw. Wohnungen zurückkehren konnten. Auch hierbei wurden sie vom Personal des Hauses begleitet.


„Mein Dank gilt unseren Bewohnern und Mietern für deren Verständnis und Kooperation, was zu einem reibungslosen Ablauf der Evakuierung beitrug“, so Peter Bittermann, Geschäftsführer des Haus Elisabeth. „Vor allem aber bedanke ich mich bei unseren Mitarbeitern für deren unermüdlichen Einsatz und die Selbstverständlichkeit, mit der sie diesen sehr langen Arbeitstag geplant und umgesetzt haben. Natürlich gilt mein Dank auch allen beteiligten Einsatzkräften und der Kita St. Nikolaus für die Bereitstellung der Räume“.

 

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